Bis zur Erfindung des „Kunstdüngers“ wurde mit Mist gedüngt. Seitdem lässt sich gezielter und ertragreicher düngen. Wenn man lange Freude an seinen Pflanzen haben möchte, sollte man sie immer schön regelmäßig im richtigen Zeitfenster mit Nährstoffen versorgen. Kirschlorbeer und Rhododendron beispielsweise dürfen nur bis zum Juli gedüngt werden, da sich bei einer späteren Düngung kein winterhartes Holz mehr bilden kann, d.h., es findet keine rechtzeitige Rindenbildung statt, und die Gehölze fallen dann meist den ersten Nachtfrösten zum Opfer. Bei den Sommerarten wie Kartoffeln steigt der Mineralstoffbedarf meist bis zu einem gewissen Reifepunkt steil an und sinkt dann rapide ab oder hört ganz auf. Bei den Winterarten wie Wintergetreide ruht die Mineralstoffaufnahme während der Frostperiode. - Mehrjährige Pflanzen wie zum Beispiel Wein speichern die Nährstoffe in ihren Wurzeln, um im Frühjahr über Wachstumsreserven zu verfügen.
Man unterscheidet organische und mineralische Dünger. Organische Dünger kennt jeder. Neben Kompost sind hier Hornspäne, Brennesseljauche und Kaffeesatz als Universaldüngemittel mit keimhemmender, schädlingsfernhaltender und pH-regulierender Wirkung bekannt.
Mineralische Universaldünger als Volldünger enthalten NPK - Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K), die Gehaltsangaben dieser Nährstoffe werden in % angegeben, zum Beispiel (15/15/15).
Daneben gibt es im Handel zahlreiche Spezialdünger, die extra auf den jeweiligen Nährstoffbedarf bestimmter Pflanzen zugeschnitten sind, so zum Beispiel Hortensien-, Rosen-, Rasen-, Beeren-, Blumen- und Bambusdünger.
Im Allgemeinen eignen sich für große Flächen eher Biodüngemittel, für Topf- und Balkonpflanzen mineralische Flüssigdüngemittel oder Festdünger. Wichtig für ein erfolgreiches Düngen ist immer die richtige Dosierung zum richtigen Zeitpunkt. Dies sollte auf jedem Düngemittel angegeben sein, damit eine Überdüngung vermieden werden kann.



