Europa ist offener geworden, es gibt fast überall eine Währung, Mobilfunk, Mobiles Internet und Satellitenfernsehen. Wer sich Zeit zum Reisen nehmen kann, ist mit einem der modernen Wohnmobile bestens bedient. Wohnmobile gibt es schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Anfangs noch von Pferdewagen gezogen, kamen die rollenden Unterkünfte mit der Erfindung des Autos so richtig in Schwung. Bis heute erfreuen sie sich ungebrochener Beliebtheit, denn wer mit ihnen unterwegs ist, besitzt die Freiheit der Mobilität. Und kann jederzeit bei schlechtem Wetter dahin weiterreisen, wo die Sonne am blauen Himmel strahlt. Die garantiert nebenbei noch eine unabhängige Stromversorgung, wenn das Gefährt mit Sonnenkollektoren ausgerüstet ist.
Wer mit dem Wohnmobil in den Urlaub verreisen möchte, sollte vorher einen Sicherheitscheck durchführen. Reifen vor Fahrtantritt auf Risse oder poröse Stellen untersuchen. Alle sechs Jahre neue Reifen aufziehen.
Bremsfunktionstest machen. Überprüfen Sie, ob genügend Bremsflüssigkeit vorhanden ist.
Front- und Rückscheinwerfer auf Funktionstüchtigkeit überprüfen.
Wenn die Stoßdämpfer defekt sind, verlängert sich der Bremsweg, und die veränderte Straßenlage lässt den Wagen leichter schlingern.
Alle zwei Jahre ist eine hauptamtliche Untersuchung des TÜV erforderlich, bei der auch die Flüssiggasanlage überprüft wird. Diese sollte von einem Fachmann auf Dichtigkeit und Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Auf keinen Fall selbst Hand anlegen - schon das geringste Leck kann zu einer Explosion führen.
Beim Packen die zulässige Achsenlast, die zulässige Anhängerlast sowie das erlaubte Gesamtgewicht nicht überschreiten. Neben der Verkehrsgefährdung kostet das in einer Verkehrskontrolle Bußgeld und Punkte in Flensburg. In Deutschland kann die Weiterfahrt verboten werden. Zulässige Gewichtsangaben finden sich im Zulassungsdokument Teil 1 im Feld 2, oder im alten Kfz-Schein unter Ziffer 15.
Wohnmobile sind auf der Autobahn an kein Tempolimit gebunden, sofern sie unter 3,5 Tonnen schwer sind. Für Wohnmobile, die mehr als 3,5 aber unter 7,5 Tonnen schwer sind, gelten Ausnahmeregelungen: Diese Wohnmobile dürfen schneller fahren als ein Lkw, und zwar 100 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen, ansonsten gelten für sie jedoch die gleichen Regelungen wie für Lkw. Zum Beispiel das Überholverbot oder das Beachten der Einfahrt oder Durchfahrt bei 3,5 Tonnen.
Unbedingt erforderlich: Kraftfahrt-Haftpflicht-Versicherung. Auch eine Kasko-Versicherung ist empfehlenswert. Eine spezielle Campingversicherung (gibt es ab ca. 35 Euro Jahresprämie) kann sinnvoll sein, denn sie versichert Gepäck, wenn man auf offiziellen Campingplätzen sein Zelt aufbaut bzw. seinen Campingwagen oder Wohnmobil abstellt. Die Versicherung zahlt für unbeaufsichtigt zurückgelassene Sachen. Für Schäden durch Diebstahl, Einbruchdiebstahl sowie Mut- oder Böswilligkeit Dritter (vorsätzliche Sachbeschädigung), wenn Rundfunk-, Foto-, Fernsehgeräte und anderes im verschlossenen Wohnwagen oder Mobilheim aufbewahrt wurden. Die Versicherung gilt nur innerhalb Europas und nicht während der Fahrt.



