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Saftgewinnung nach guter alter Art
Voll im Trend gesunder Ernährung liegt die traditionelle Fruchtsaftherstellung der alteingesessenen Buchholzer Kelterei. Hier wird nicht nur Obst nach Hausmannsart gepresst, sondern auch überschüssiges Obst aus dem eigenen Garten zur Entsaftung angenommen.

Für Berliner Mostfreunde führen demnach auch alle Wege in den krisenfesten Werksverkauf der Buchholzer Kelterei nach Französisch-Buchholz. Der kleine Hof im Nordosten Berlins ist der einzige seiner Art im ganzen Stadtgebiet: „Wir haben viel zu tun, weil auch viele junge Familien das Mosten entdecken", sagt Juniorchefin Daniela Laue. Über 40 Sorten Säfte, Nektare, Obstweine, Sirup und Bioprodukte werden in der Triftstraße für Privatgebrauch und Handel hergestellt.
In den 30er Jahren gegründet, ist der Betrieb seit 1962 im Besitz der Familie Breitbarth. Dadurch, dass die Regierung der DDR den Saft von ihrem Großvater bezog, konnte die Kelterei der Verstaatlichung entgehen. Andenken an diese Zeit sind noch die kronbekorkten Flaschen mit 0,7 Litern Volumen. Heute beschäftigt der kleine Betrieb knapp ein Dutzend Mitarbeiter. Fünf Maschinenarbeiterinnen sind sogar bereits seit einem Vierteljahrhundert dabei.

Mittlerweile unterhält die Kelterei mehrere Filialen in Berlin, beliefert unter anderem Edeka, Rewe, Kiezmärkte, türkische Geschäfte, die Bio Company und diverse Hotels.

Berliner und Brandenburger, deren Gärten zur Erntezeit überquellen, bringen hier gern ihr Obst zum sogenannten Lohnmosten. Das lohnt sich: Für einen Zentner intakte Äpfel erhält man beispielsweise 30 Literflaschen mit Saft oder Obstwein.
Aber auch Naturschutzorganisationen retten große Mengen Obst vor dem Verderben.

Rhabarber, Sauerkirschen, Johannisbeeren, Birnen und Quitten können zur Lohnvermostung abgegeben werden. Alle Sorten sind willkommen. Die Obstmenge ist beliebig.

Das Obst muss frei von Schimmel und Fäulnis und nicht angeschnitten sein. Falläpfel müssen frisch gelesen werden. Die Birnenannahme erfolgt nur hartreif und in gepflücktem Zustand bis Ende September.

Die Termine für die Abgabe von Rhabarber, Sauerkirschen und Johannisbeeren sollten jeweils telefonisch erfragt werden.
Die Termine für die Abgabe von Äpfeln, Quitten und Birnen werden immer im August bekanntgegeben.

Buchholzer Kelterei
Triftstraße 2-8, 13127 Berlin
Telefon 47 47 17 60
www.buchholzer-kelterei.de