Seit etwa 60 Jahren ist die Vielfalt an Apfelsorten zugunsten weniger Standardsorten rapide zurückgegangen. Im heutigen Intensivanbau haben nur noch etwa 20-30 Sorten Bedeutung, „Golden Delicious“, „Jonagold“ und „Red Delicious“ machen wahrscheinlich aufgrund ihres Aussehens nahezu 70 Prozent des Gesamtangebotes aus, obwohl viele alte Sorten vitamin- und nährstoffreicher waren. Von diesen haben sich nur einige gehalten, wie zum Beispiel der säuerliche Herbstapfel Boskoop. Als Heilpflanze taucht der Apfel schon in alten babylonischen Schriften auf. Äpfel enthalten viele unentbehrliche Nährstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor, Folsäure, Vitamin B, Niacin, Vitamin E, viel Vitamin C und eine ausgewogene Mischung wichtiger Spurenelemente. „Ein Apfel am Tag spart den Doktor", sagte man früher. Das ist mittlerweile wissenschaftlich belegt: Neben dem hohen Vitamin-C-Gehalt, der das Immunsystem stärkt, enthalten Äpfel den sekundären Pflanzenstoff Quercetin, der die Umwandlung von Nitrit zu krebserregendem Nitrosamin verhindert. Die im Apfel enthaltenen Flavonoide sollen hingegen hemmend auf die Entstehung von Darmkrebs wirken. In der Apfelschale findet sich die Vorstufe des Vitamin A, sogenannte Carotinoide, die wichtig für das Sehvermögen sind, und die Haut vor UV-Schäden schützen, die ihrerseits wiederum Hautkrebs auslösen können.
Auch die im Apfelsaft enthaltenen Polyphenole sollen sowohl Darmkrebs als auch entzündlichen Darmerkrankungen vorbeugen.



