Jeder weiß es noch aus seiner Kindheit: Der Tag der Einschulung ist superaufregend. Nicht nur wegen der schönen Schultüte, sondern auch, weil ein neuer Lebensabschnitt beginnt, der erste von vielen kleinen Schritten, mit dem das Kind sich vom Zuhause löst und weiter entwickelt. Was gilt es für Eltern zu beachten?
Keinesfalls dem Kind Neugier und Freude nehmen, indem man ihm erzählt, nun komme die schwierigste Zeit seines Lebens. Vorher besprechen, wie der Alltag sich nun gestaltet: Manche Kinder wissen ja schon von ihren Geschwistern, dass nun auch regelmäßig Hausaufgaben zu machen sind. Ob dies in der Anfangszeit noch am Küchentisch geschieht, oder schon an einem eigenen Schreibplatz, hängt von der Eigenart des Kindes ab. Wenn Möbel neu angeschafft werden, sollten sie solide und verstellbar sein, so dass sie mehrere Jahre mitwachsen können, und ein TÜV/GS Siegel vorweisen können.
Auch beim Schulranzen Kauf sollte man das Geschmacksempfinden des Kindes berücksichtigen, aber auch mit Bedacht auswählen: Für Schulanfänger ist ein fester Ranzen vorzuziehen, weil er übersichtlicher ist und die Arbeitsmaterialien besser geschont werden. Ein stabiler Rahmen, eine gute Innen- und Außenaufteilung der Fächer, und ein komfortabler Sitz des Ranzens ist sehr wichtig - er sollte möglichst eng anliegen, gut gepolstert sein und nirgendwo überstehen. Die DIN Norm 58 124 steht bei Schulranzen für Verkehrssicherheit, damit ist gewährleistet, dass fluoreszierende und reflektierende Materialien für ausreichende Leuchtkraft sorgen. Beim Gewicht des Tornisters gilt die Faustregel, dass das Gewicht eines voll bepacken Ranzens ein Zwölftel des kindlichen Körpergewichtes nicht übersteigen sollte. Das Leergewicht der Ranzen liegt meist zwischen 900 und 1.500 Gramm. - Ein Federmäppchen sollte das Kind ebenfalls nach seinem Geschmack auswählen, wobei hier ebenfalls die übersichtliche Variante mit Gummischlaufen sinnvoll ist.
Neben dem mehrmaligen Abgehen des zukünftigen Schulweges mit dem Kind sollte auch das abendliche Packen des Ranzens für den nächsten Tag geübt werden, das erspart Zeit und sinnlose Plackerei durch Mehrgewicht. Für die dunkle Jahreszeit kann man das Kind frühzeitig an verkehrssichere Kleidung mit Reflektoren oder Leuchtkrägen gewöhnen.
Egal, ob man die Schultüte selber bastelt oder kauft: Auf den Inhalt kommt es an. Etwas Süßes darf ruhig darin sein, desgleichen nützliche Utensilien wie Stifte oder Spitzer, ein Buch als Leseanreiz, und kleine Überraschungsgeschenke, alles in Maßen, die Zwischenräume kann man gut ausstopfen.
Ein schönes Geschenk für das Kind ist auch die fotografische oder filmische Dokumentation des ersten Schultages, damit dieser noch lange in guter Erinnerung bleibt.



