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Sprache und Sprechen trainieren mit Logopädie
Zur Kommunikationsfähigkeit zählt neben Mimik und Gestik besonders das Sprachvermögen. Schon im Säuglingsalter be­ginnt durch Hören, Blickkontakt, Fühlen und Riechen das Wahrnehmen und Interagieren mit der Umwelt.

Mit circa 1-1,5 Jahren können Kinder erste Wörter äußern, mit etwa 2 Jahren umfasst der aktive Wortschatz 20 bis 50 Wörter. Verben und Personalpronomen kommen hinzu, und etwa ab dem dritten Lebensjahr erste Formen der Vergangenheit. Mit fünf Jahren sollte ein Kind komplexe Sätze verstehen, Laute und Lautverbindungen beherrschen und in der Lage sein, korrekte Sätze selbst zu bilden. Sollte dies nicht der Fall sein, kann dies verschiedene Ursachen haben: Neben zentral-motorischen, intellektuellen und psycho-sozialen Ursachen, Muskelfunktionsstörungen oder anderen Behinderungen kann eine Einschränkung des peripheren Hörens - zum Beispiel durch Infekte im Kleinkindalter - vorliegen, oder mögliche andere Einschränkungen, die zu einer unzureichenden zentralen Wahrnehmung und Verarbeitung akustischer Reize führen. In der Folge kommt es meist zu komplexen Störungen der Sprachentwicklung - betroffen sind dann mehrere Ebenen der Sprache (Wortschatz, Artikulation, Grammatik und Sprachverständnis) parallel. Auffällig ist, dass bei solchen Kindern oft auch die motorische Entwicklung, Konzentrationsfähigkeit und das Spielverhalten nicht altersentsprechend sind. Daneben gibt es isolierte Lautbildungsstörungen, wie Lispeln oder „K-T-Fehlbildung", und Symptome wie z.B. Stottern.

In jedem Fall sollte frühzeitig und regelmäßig logopädische Förderung erfolgen. Kinder, die rechtzeitig mit einem Cochlea Implant oder Hörgeräten versorgt werden, haben mit logopädischer und häuslicher Förderung gute Chancen auf eine nahezu normale Sprachentwicklung. Autis­tische Kinder, Kinder mit Mehrfachbehinderungen und Kinder mit Lese-Rechtschreibproblemen bedürfen besonderer Förderung.Therapie und Beratung gehen in der logopädischen Behandlung Hand in Hand. Auch die Beratung der Angehörigen ist sehr wichtig und für den Erfolg der Therapie notwendig. Das gilt ebenso für den gesamten Bereich der Kindertherapien.

In der seit 2004 geführten Praxis der erfahrenen Logopädinnen Bettina Kern-Gohs und Uta Krupp werden sowohl Vorträge zur allgemeinen Logopädie als auch zu speziellen Störungsbildern angeboten, die sich nicht nur an Ärzte und Erzieher, sondern ausdrücklich auch an Eltern und Interessierte richten, denn auch im Erwachsenenalter kann es infolge verschiedener Erkrankungen oder Unfälle zu Störungen kommen. Insbesondere neurologische Erkrankungen können Sprach-, Sprech-, Stimm- oder Schluckstörungen zur Folge haben. Der oft nach Schlaganfall eintretende Sprachverlust (Aphasie) betrifft alle Modalitäten der Sprache. Probleme zeigen sich dann in der Satzbildung, in der Wortfindung, in der Artikulation, im Sprachverständnis, im Lesen und im Schreiben. Ist „nur" das Zusammenspiel von Artikulation, Stimme und Atmung betroffen, spricht man von einer Dysarthrie.

In Absprache mit dem Arzt und gegebenenfalls nach weiterführenden Untersuchungen können neben den gesetzlich vorgegebenen auch weitere Therapien von der Krankenkasse genehmigt werden. Wie bei Physiotherapien werden Behandlungen vom Arzt verschrieben und von den Krankenkassen getragen.

Auch Menschen, die berufsbedingt viel sprechen müssen, kommen oft mit funktionellen oder organischen Stimmstörungen in die Logopädische Praxisgemeinschaft. Mit dem richtigen Training kann das Problem in 20 Unterrichtseinheiten gelöst sein.