Die heutige Ausgabe unserer
Ratgeberserie beschäftigt sich
angesichts der aktuellen Ereignisse
mit dem Anlegerverhalten
in schwankungsintensiven
Börsenphasen. Menschen Halt und Orientierung. Das lässt sich an den Finanzmärkten derzeit eindrucksvoll beobachten. Schon diffuse Befürchtungen treiben Anleger scharenweise in die vermeintlich sicheren Häfen, obwohl jedem Anleger bewusst ist, dass ein Auf und Ab der Kurse zum Wesen der Aktienmärkte gehört.
Doch wenn die Schwankungen stärker werden und sich eventuell sogar über einen längeren Zeitraum erstrecken, kommt bei vielen Unsicherheit auf. Und so mancher beginnt, sein Aktienfondsinvestment zu überdenken und damit möglicherweise seine langfristigen Anlageziele aufzugeben.
Wenn man allerdings die Entwicklung des Aktienmarktes über einen längeren Zeitraum betrachtet, sieht man, dass auf jede Talfahrt ein Wiederanstieg folgte. Die nebenstehende Grafik zeigt auch, dass der Aktienmarkt auf lange Sicht tendenziell positiv verlief.
Niemand ist frei von Gefühlen. Daher wird jede Anlageentscheidung auch von Emotionen beeinflusst. Das führt allerdings oft zu unüberlegtem Handeln bzw. zu Fehleinschätzungen.
Deshalb ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und seiner Anlagestrategie treu zu bleiben. Solange das Anlageziel gleich bleibt, gibt es keinen Grund, von dem eingeschlagenen Weg abzuweichen. Auch die Aussicht, durch kurzfristige Spekulationen schneller ans Ziel zu kommen, sollten Sie unbedingt mit viel Vorsicht betrachten.
Entscheidend für ein erfolgreiches Investieren ist es, sich an bestimmte Anlagegrundsätze zu halten.
1. Breite Streuung des Investments in verschiedene Anlageformen und Investmentstrategien. Für jedes Ziel gibt es die passende Anlageform. Risikobereitschaft, Zeithorizont und Anlageziel müssen passen. Denn je breiter Sie Ihr Portfolio streuen, desto geringer ist das Risiko für Ihr gesamtes Vermögen.
2. Zeit ist die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Investment. Je länger Sie sich Zeit lassen können, desto geringer wird voraussichtlich der Einfluss von
3. Der Versuch, den richtigen Zeitpunkt am Markt abzupassen, ist keine Risiko senkende Strategie – sondern im Gegenteil hochriskant. Der Zeitraum und nicht der Zeitpunkt ist entscheidend beim Investieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sich lohnt, unruhige Börsenphasen auszusitzen.
4. Der Wert einer Anlage kann durch Inflation erheblich gemindert werden. Deshalb sollte die Rendite immer höher als die Inflationsrate sein. Wenn Sie Geld kurzfristig anlegen, sollte der Kapitalerhalt einen weitaus höheren Stellenwert einnehmen als die Rendite. Liegt Ihr Anlageziel jedoch in weiter Ferne, sollte die Rendite im Fokus stehen.
In jedem Fall lohnt es sich, langfristig zu denken und sich nicht durch kurzfristige Entwicklungen von seinen Zielen abbringen zu lassen.
Und wenn die Anlegergefühle wieder einmal Achterbahn fahren, sprechen Sie mit Ihrem Berater. Ein guter Berater wird Ihnen behilflich sein, den rationalen Kern Ihrer langfristigen Investmentstrategie herauszuarbeiten und Sie vor eventuellen Fehlentscheidungen zu bewahren.



