Für die kommende kalte Jahreszeit
gilt: Runter mit den
Sommerreifen. Dies ist nicht
nur gesetzlich vorgeschrieben
(übrigens auch für Motorräder
und Roller), sondern sollte auch
der allgemeinen Verkehrssicherheit
wegen geschehen. Wer
sich zu viel Zeit lässt, kann mit
Lieferengpässen und langen
Wartezeiten in der Werkstatt
rechnen. Wessen Winterreifen älter als sechs Jahre sind, sollte eine Neuanschaffung erwägen. Reifengummi altert selbst dann, wenn der Pneu wenig oder gar nicht gefahren wird. Die vierstellige DOT-Nummer an der Reifenflanke zeigt den Produktionszeitpunkt an: Die ersten beiden Ziffern die 2-stellige Kalenderwoche, und die letzten beiden Ziffern die 2-stellige Jahreszahl (Beispiel: Die Ziffernfolge 2206 steht für die 22. Kalenderwoche des Jahres 2006).
Im Wintereinsatz müssen Winter- und Allwetterreifen (Ganzjahresreifen) mit Winterzulassung mindestens noch vier mm Profiltiefe aufweisen, sonst werden sie wie Sommerreifen behandelt. Zugelassen sind nach der neuen Verordnung alle Reifen mit M+S-Symbol (für Matsch+Schnee). Jedoch ist „M+S“ kein geschütztes Kennzeichen und findet sich deshalb auch auf nicht wintertauglichen Reifen. Mit der Einführung der stilisierten Schneeflocke gibt es aber eine gültige Kennzeichnung für nachgewiesene Wintertauglichkeit.
Mit falschen Reifen droht Bußgeld von mindestens 40 Euro, das sich auf 80 Euro erhöht, wenn andere Verkehrsteilnehmer zusätzlich behindert werden.
Die Faustregel lautet: Von O bis O – Oktober bis Ostern sollten Autos mit Winterreifen fahren. Die weichere Gummimischung gibt auf Schnee besseren Halt. Sommerreifen dagegen verlieren bei niedrigen Temperaturen an Elastizität. Schon bei Temperaturen knapp über null Grad verhärten deren Gummimischungen, dadurch kann sich neben der schlechteren Haftung der für Wenigfahrer eignen sich in der Kleinwagenklasse auch Ganzjahresreifen, eine besondere Reifenkonstruktion mit guten Eigenschaften im Sommer sowie auch im Winter. Einige Ganzjahresreifen schnitten in Tests ganz passabel ab, gelten aber hierzulande nicht als echte Alternative.
ADAC-Testergebnisse zeigen immer wieder: Von getesteten Billig-Winterreifen wurden mehr als die Hälfte mit „mangelhaft“ bewertet. Mit „gut“ beendete keiner die Tests. Vor allem auf nasser Fahrbahn sollen Billigreifen deutlich schlechter als die teuren Markenreifen bremsen.



