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Energielabel für Fernseher
Seit dem 1. Dezember 2011 müssen neue Fernseher wie bereits schon Kühlschränke und Waschmaschinen in der EU mit einem Energieeffizienzlabel gekennzeichnet werden, in dem zunächst die Energieeffizienzklassen A (sparsam) bis G (verschwenderisch) in den Ampelfarben von grün über gelb bis rot aufgelistet sind.

Dies soll dem Verbraucher eine rasche Vororientierung bei der Kaufentscheidung ermöglichen. Die Energieeffizienz eines Gerätes wird aus der Leistungsaufnahme, der Bilddiagonalen und einem Referenzwert, der sich auf die Ausstattung wie Festplatte oder Receiver bezieht, berechnet.

Umweltverbände kritisieren, dass schon etwa ein Viertel der Geräte in der Energieeffizienzklasse A liegen, und damit eine Abstufung erschwert würde, da bald schon fast alle neuen Geräte in den besseren Klassen anzutreffen seien.
Allerdings plant die EU bereits 2014 die Einführung der Klasse A+, 2017 soll A++ folgen und 2019 die Klasse A+++.

 Modelle, die noch vor dem 30.11.2011 in Handel gebracht wurden, dürfen weiterhin ohne diese Kennzeichnung verkauft werden, und dies ohne Zeitbeschränkung.

Wichtiger als die Energieeffizienzklassen dürften für Verbraucher folgende Zusatzinformationen sein:

 Die Angabe der Kilowattstunden pro Jahr: Dieser Wert berücksichtigt auch den Verbrauch im Standby-Modus, und lässt sich gut überschlagen, weil dieser Wert eben auch auf der Stromrechnung wieder auftaucht.

 Ein Symbol mit oder ohne Häkchen: Mit Häkchen sagt aus, dass das Gerät mit einem echten Ausschalter definitiv vom Netz abgekoppelt wird, ohne weiterhin Strom zu ziehen. Ohne Häkchen wäre eine manuelle Abtrennung vom Netz (Stecker ziehen) oder ein separater Steckdosenschalter erforderlich.
In jedem Fall lohnt es sich für Verbraucher, den Zehnjahres-Stromverbrauch zu überschlagen, weil bei den derzeit gängigen Bildschirmdiagonalen Kostenunterschiede von über 500 € möglich sein können.