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„Das geht unter die Haut“
Wer kennt sie nicht, die vielen Redensarten? „Es ist zum aus der Haut fahren“, „Es ist zum Haare raufen“, „Das brennt mir auf den Nägeln“, „Sei doch nicht so dünnhäutig!“, „Das juckt mich nicht“ oder „In dessen Haut will ich nicht stecken“.

Die Haut ist das flächenmäßig größte und vielseitigste Organ des Menschen. Sie grenzt den menschlichen Körper ab und schützt vor Umwelteinflüssen. Weiterhin hat sie wichtige Funktionen als Kontaktorgan, sowie als Signalgeber für Gefahren bei Schmerz und Juckreiz. Haut umhüllt den Menschen nicht nur, sie ist sein Merkmalsträger. Als Sinnesorgan ist sie im Erleben und Begreifen ebenso wichtig wie in zwischenmenschlichen Beziehungen. Ist sie gesund, fühlen wir uns wohl. Ist sie krank, fühlt sich der Betroffene oft ausgegrenzt. Sind andere Organe oder die Psyche krank, spürt man es meistens auch an der Haut oder sieht es ihr an.

Was kann unsere Haut krank machen?
Prinzipiell gibt es angeborene und erworbene Erkrankungen. Letztere können infektiös, also durch Keime oder durch physikalische Schäden wie zum Beispiel Sonne, übermäßige Hitze oder Kälte, aber auch durch Auto­immunprozesse entstehen. Bei Krebserkrankungen der Haut handelt es sich meistens um eine Kombination aus einem genetischen Risiko plus physikalischer Schäden. Bei vielen inneren Erkrankungen ist die Haut beteiligt.

Wie kann man Hauterkrankungen vorbeugen?
Nicht allen Erkrankungen kann man durch sein eigenes Verhalten entgegen wirken, aber man kann auf sie achten und z.B. Sonnenbrände vermeiden. Der Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung kann durch angepasstes Umgehen vorgebeugt werden, z.B. hilft bei durch Diabetes bedingten Wunden eine optimale Blutzucker­einstellung und bei trockener Haut die regelmäßige rückfettende Pflege.

Stimmt es, dass sich in den letzten Jahren aufgrund intensiverer Sonnenstrahlung bei vielen Menschen die Haut verändert hat?
Ja, wobei aus Unwissenheit vor allem in den 70-er Jahren die Haut zu lange ungeschützt der Sonne ausgesetzt wurde. Heute stellen die Solarien die größte Gefahr dar. Denn zu viele Zellschäden bedingen Hautkrebs.

Was ist speziell bei kleinen Kindern zu beachten?
Kleine Kinder dürfen niemals einen Sonnenbrand bekommen. Bei trockener Haut und Neigung zur Neurodermitis gehört eine rückfettende Pflege zu den wichtigen alltäglichen Dingen.

Worauf sollen ältere Menschen besonders achten?
Die Haut wird im Alter dünner, das heißt sie trocknet schneller aus. Ist sie sehr trocken, kommen Entzündungen dazu. Bei inneren Erkrankungen wie z.B. Zuckerkrankheit (Diabetes) ist auf eine gute Fußpflege durch Fachpersonal zu achten, weil sonst eine kleine Wunde schnell katastrophale Ausmaße annehmen kann. Oft müssen im Alter mehr Medikamente eingenommen werden, die auch unerwünschte Wirkungen an der Haut hervorrufen können. Werden Blutverdünner genommen, sollte man besonders acht geben und Hautverletzungen vermeiden.
Welche Möglichkeiten zur Hautkrebs-Vorsorge bestehen?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ein Hautkrebsscreening alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr, einige auch bei jüngeren Menschen. Dieses Angebot sollte jeder wahrnehmen, besonders bei heller, sonnenempfindlicher Haut oder vielen Muttermalen. Darüber hinaus ist die Selbst- und Partneruntersuchung sinnvoll. Sind dabei bestimmte Veränderungen nicht zu erklären, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden - insbesondere bei Größenzunahme und oberflächlichen Veränderungen sowie Blutungsneigung.

Klinikkontakt:
HELIOS Klinikum Berlin-Buch
Klinik für Dermatologie und Allergologie
Schwanebecker Chaussee 50, Haus 202
13125 Berlin
Chefärztin: Dr. med. Kerstin Lommel
Telefon: (030) 94 01-557 00
E-Mail: dermatologie.berlin-buch@helios-kliniken.de

Anmeldung für stationäre Einweisungen und Spezialsprechstunden für Einweiser/niedergelassene Ärzte (z.B. OP-Planung)
Telefon: (030) 94 01-157 00
www.helios-kliniken.de/berlin-buch
Dr. med. Kerstin Lommel, Chefärztin der neuen Klinik für Dermatologie und Allergologie im HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Info:

Vor dem Hintergrund der Geschichte einer stationären dermatologischen Abteilung in Berlin-Buch wurde im Januar 2012 wieder eine Klinik an diesem Standort eröffnet. Sie ist im Haus 202 auf dem traditionsreichen Klinikcampus C.W. Hufeland untergebracht. Die Klinik verfügt über alle modernen Verfahren in der Diagnostik und Therapie angeborener sowie erworbener Hauterkrankungen.

Leistungsspektrum:

Operativer Bereich
 Entfernung gutartiger und bösartiger Hautveränderungen
 Rekonstruktiver Defektverschluss (Lappenplastiken)
 Bei Melanomerkrankung je nach Stadium ergänzend Schildwächterlymphknoten-Biopsie (Sentinel)
 Operative Therapie entzündlicher Erkrankungen (z.B. Acne inversa)
 Versorgung chronischer Wunden (z.B. Ulcera der Beine, ggf. Defektverschluss)

Onkologie
 Operative Therapien
 Systemische Therapien (Immun- und Chemotherapie)
 Photodynamische Diagnostik und Therapie

Wundversorgung
 Modernes Wundmanagement
 Kooperation mit häuslicher Krankenpflege
 Operative Versorgung zum Wundverschluss

Allergologie
 Testungen (z.B. bei Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergien)
 Desensibilisierungen gegen Bienen- und Wespengift

Chronisch-entzündliche
Hauterkrankungen
 Komplexe Licht- und Lokaltherapie
 Spezialisierte Diagnostik
 Komplexe systemische Therapie
 Schulung zum Umgang mit der Erkrankung