Sie brennt und brennt, und das schon seit mehr als hundert Jahren: Seit 1901 leuchtet im Gebäude der Feuerwehrstation im amerikanischen Livermore, Kalifornien die Centennial Light als Glühlampe mit der längsten Brenndauer der Welt. Die handgefertigte 4 Watt Birne glüht dort nach nur zwei Umzügen ununterbrochen als Nacht- und Notbeleuchtung.
Seit dem die Centennial Light in ihre Fassung gedreht wurde, hat sich natürlich so Einiges getan auf dem Beleuchtungsmarkt. Die gemeine Glühbirne hat Konkurrenz bekommen, zum Beispiel von Kompaktstofflampen oder Energiesparlampen, wie sie umgangssprachlich genannt werden.
Preiswerte Energiebündel
Energiesparlampen verdanken ihren Namen dem Umstand, dass sie nicht nur länger brennen - in einem durchschnittlichen Haushalt bis zu 15 Jahre - sondern auch 75 bis 80 % weniger Energie verbrauchen. Zwar ist die herkömmliche Glühbirne kostengünstig in der Anschaffung, doch liegt ihre Brenndauer mit ungefähr 1.000 Betriebsstunden deutlich unter der von Kompaktstofflampen, die zwischen 4.000 und 19.000 Betriebsstunden brennen können.
Betrachtet man Energieverbrauch und Leistungsdauer im Verhältnis, sind die Sparlampen sogar kostengünstiger in der Anschaffung als normale Glühbirnen.
Anfänglich in einfach gefalteter U-Bauform produziert, erschienen die sparsamen Lampen häufig zu lang, wenig ästhetisch oder einfach nicht hell genug. Moderne Energiesparlampen sind bei gleicher Leistung heute nur wenig größer, teilweise sogar kleiner als Glühlampen und in verschiedenen, optisch ansprechenden Formen erhältlich.
Im Zwielicht
Wer gedämpftes Licht mag, könnte Probleme mit Sparlampen bekommen, denn der Einsatz von Energiesparlampen mit normalen Dimmern ist nicht so einfach. Nur teurere Modelle mit speziell angepasstem Vorschaltgerät können den Lampenstrom variieren. Es sind inzwischen auch einige Kompaktstofflampen auf dem Markt, die sich durch mehrfaches Einund Ausschalten dimmen lassen.
Verbesserte Farbwiedergabe
Ein Vorurteil gegen Kompaktstofflampen ist ihr im Vergleich zur Glühbirne kälteres Licht. Heute sind Energiesparlampen jedoch in verschiedenen Lichtfarben erhältlich: von kaltem Tageslicht bis hin zu sehr warmem, rötlichem Licht. Sogar ganz farbige Ausführungen gibt es inzwischen sowie Vollspektrum- Lampen mit verbesserter Farbwiedergabe.
Höhere Schaltfestigkeit
Weit verbreitet ist die Auffassung, Energiesparlampen verbrauchen beim Start übermäßig mehr Energie als im normalen Betrieb. Die verbrauchte Startenergie entspricht jedoch nur wenigen Sekunden des normalen Verbrauches. Zudem benötigen auch Glühlampen während des Einschaltmomentes mehr Strom.
Häufiges Ein- und Ausschalten verkürze die Lebensdauer einer Energiesparlampe, meinen Skeptiker, doch ist die Lebensdauer heutiger Modelle weniger von der Schalthäufigkeit abhängig als es bei älteren der Fall war.
Was Glühlampe und Energiesparlampe gemeinsam haben? Beide Leuchtspender altern im Laufe der Zeit, das bedeutet, ihre Leuchtkraft verringert sich. Da die meisten Vorurteile gegen Energiesparlampen aus heutiger Sicht unbegründet erscheinen und wegen ihrer Energieressourcen schonender Wirtschaftlichkeit, spricht viel für den Einsatz von Kompaktstofflampen.
Für den Klimaschutz
Ihre weitere Verbreitung ist ökologisch sinnvoll und tut auch dem Geldbeutel gut. Mehrere Nationen wollen deshalb gänzlich auf Energiesparlampen umsteigen: Irland plant, den Verkauf von Glühlampen ab Januar 2009 zu verbieten, Australien ab 2010 und in Kanada soll es ab 2012 nur noch Kompaktstofflampen geben. Von den USA sind solche Pläne bislang nicht bekannt: ein Glück einzig für die Centenniell Light.
Weniger Energieverbrauch, mehr Geld
Hierzulande steht es jedem frei, auf Energiesparlampen umzusteigen, doch sollten Sie bedenken: Längere Brenndauer und niedriger Stromverbrauch bedeuten eine enorme Energieeinsparung und die zahlt sich aus. Bei einer Umstellung von Glühlampen auf Kompaktstofflampen kann ein Haushalt laut Stiftung Warentest zwischen 49 und 177 Euro im Jahr sparen.



