Erdwärme oder Geothermie, ist
die Wärme, die im oberen Teil
der Erdkruste gespeichert ist.
Sie zählt zu den regenerativen
Energien und kann entweder
direkt genutzt werden, so zum
Beispiel zum Heizen und Kühlen
oder auch zur Erzeugung
von elektrischem Strom. Ungenutzte Ressourcen
Jeden Tag steigt aus dem Erdinneren die 2,5-fache Energiemenge dessen auf, was die Menschheit weltweit verbraucht. Die Erdwärme steht Tag und Nacht, egal ob Sommer oder Winter, egal ob warm oder kalt, zur Verfügung. Mit den Vorräten, die im Moment in den oberen drei Kilometern der Erdkruste gespeichert sind, könnte rein rechnerisch der derzeitige weltweite Energiebedarf für über 100.000 Jahre gedeckt werden.
Die Wärmepumpe
Für die Nutzung der Erdwärme braucht man eine so genannte Wärmepumpe. Diese sammelt die in Wasser, Erdreich und Luft gespeicherte Sonnenenergie und gibt sie zusammen mit der elektrischen Antriebsenergie eines Haushalts an den Heiz- und Wasserkreislauf ab. Wärmepumpen arbeiten vollautomatisch und wartungsfrei und sie verwenden eine Energiequelle, die nie versiegt. Eine äußerst unkomplizierte Anschaffung also, die ihre Arbeit unbemerkt im Hintergrund erledigt. Zudem verursachen Wärmepumpen nur äußerst niedrige Betriebskosten, sie sind umweltfreundlich, da sie keinerlei Emissionen in die Luft abgeben und absolut sicher.
So funktioniert´s
Das Heizsystem entzieht über eine Sonde oder einen Absorber dem Erdreich Wärme. Hierfür wird Wasser kalt, durch eine Bohrung ins Erdreich gepresst und im heißen Gestein erwärmt. Über eine zweite Bohrung gelangt der heiße Wasserdampf dann zurück an die Erdoberfläche, wo er an die Wärmepumpe abgegeben wird um Strom und Fernwärme zu erzeugen.
Die Vorteile
Die Nutzung von Erdwärme, zur Energieersparnis im eigenen Heim birgt zahlreiche Vorteile. Zu aller Erst benötigt die Vorrichtung nur wenig Platz, es ist zum Beispiel kein Lagerraum, für Heizöl nötig. Die Erdwärme ist immer und überall verfügbar und gänzlich unabhängig von Jahres- und Tageszeit, da sie sich selbst erneuert.
Nach dem Einbau der Erdwärmesonden sind diese nicht mehr sichtbar, sie schaden dem Anblick Ihres Heimes also überhaupt nicht. Sie geben dem Hausbesitzer aber enorme Eigenständigkeit, da sie ihm die Möglichkeit geben, die Energie auf seinem Grundstück für sich selbst auszunutzen. Das bringt nicht nur dem Einzelnen Vorteile, es schont auch unser aller Energieressourcen.
Das beste ist aber, dass man unabhängig von den Entwicklungen am Gas- und Ölmarkt ist und, dass die Nutzung von Erdwärme eine Kostenersparnis von bis zu 63 Prozent mit sich bringt. Das entschädigt auf lange Sicht auch für die leider recht hohen Investitionskosten. Denn, je nach Leistung und Wärmequelle können die Kosten für Wärmepumpen zwischen 10.000 und 20.000 Euro betragen. Die Kampagne „Klima sucht Schutz“ hat einen Jahreskostenrechner erstellt, mit dem Sie die individuellen Kosten einer Wärmepumpe errechnen können. Sie finden ihn im Internet unter www.klima-suchtschutz. de/neubau1.0.html. Also, Sie werden sehen, auf lange Sicht lohnt sich diese Investition für Ihren Geldbeutel und die Umwelt.



