Da sitzen wir nun vorm neuen
Eigenheim, langsam aber
stetig sinkt der Campingstuhl
in das schlammige Erdreich
vor der Wohnzimmertür. Wie
schön wäre doch, wenn es da
noch was gäbe, eine Art Verbindung
zwischen Innen und
Außen. So sinniert man, bis
der Gedanke an die Oberfläche
rudert: Wir brauchen eine
Plattform! Eine Terrasse sollte man eigentlich schon beim Hausbau mit einplanen und dabei Elektroanschlüsse, Beleuchtung und Entwässerung nicht vergessen. Obwohl die meisten Terrassen im Anschluss zum Wohnzimmer gelegt werden, ist auch ein direkter Zugang zur Küche möglich. Großzügig kann eine Terrasse wirken, die nicht direkt ans Haus angebaut wird. Am gemütlichsten erscheinen wohl große, leicht abgesenkte Terrassen, weil man sich darauf nicht wie „auf dem Präsentierteller“ fühlt, so wie es bei erhöhten Terrassen der Fall sein kann.
Was gibt es zu bedenken?
Vor Baubeginn sollte man sich Gedanken über die Größe der Terrasse machen und auch darüber, welche Lichtverhältnisse vorherrschen, also in welcher Himmelsrichtung die Terrasse liegen soll. Vermeiden könnte man direkte Wege vom Eingang zur Terrasse, da es ansonsten vorkommen kann, dass Sie unerwarteten Besuch über das Wohnzimmer erhalten.
Der Untergrund
Großen Wert lege man auf den Unterbau der Terrasse. Die Konstruktion muss gut verdichtet und auf jeden Fall eben sein. Wenn eine Terrasse Wölbungen oder Risse aufweist, liegt das meist an einer nicht fachgerechten Erstellung des Unterbaus. Bauunternehmer verwenden dafür meist eine mit Stahlmatten bewehrte Betonplatte.
Beim Terrassenbau wird in jedem Fall zunächst ein Planum hergestellt. Diese ebene (plan) Oberfläche muss unbedingt verdichtet werden. Wichtig ist auch, dass die Terrasse ein Gefälle von ungefähr 2 % vom Haus weg haben, damit Wasser abfließen kann.
Die Wahl des Belags
Nimmt man Holz als Belag, darf es nicht feucht werden. Holzdielen ermöglichen den leichten Einbau von Bodenstrahlern und wirken natürlicher, sind aber pflegeintensiver und weniger langlebig als Steinbeläge. Ein Terrassenbelag aus Restmaterial kann sehr lebendig wirken. Mittlerweile gibt es Betonsteinpflaster, das rutschfest und günstig in der Anschaffung ist. Immer beliebter wird auch ein Belag aus Bambus, dieser gilt als sehr haltbar.
Kinder spielen gern im Freien, wer welche hat, sollte darauf achten, dass der Bodenbelag stabil, rutschfest und eben ist. Hier sollten keine glatten Fliesen oder fein geschliffener oder polierter Naturstein verwendet werden. Bei der Wahl des Belags sollte man bedenken, wozu man die Terrasse nutzen möchte. Wer gern grillt, wählt sicher einen Fett abweisenden Belag.
Was vergessen?
Beim Anlegen einer Terrasse gibt es viel zu bedenken. Hat man beim Bau der Terrasse vergessen, Kabel zum Beispiel für die Beleuchtung zu legen, kann man mit Solarlampen Abhilfe schaffen. Woran selten gedacht wird: weiße Fliesen oder selbst eine weiße Tischdecke können im Sommer zu störenden Blendwirkungen führen. Deshalb sollte man in der Nähe der Terrasse keine grellen Materialien verwenden.
Alles in Allem gibt es beim Anlegen einer Terrasse eine Menge Arbeit, schließlich hat man ja schon genug damit zu tun, das passende Material auszusuchen. Wem selbst das zu viel ist, der kann sich sowohl bei der Gestaltung als auch beim Bau der Terrasse von einem qualifizierten Garten- und Landschaftsbauer helfen lassen.



